Die von Herrn Dr. Sebastian Voigt zwischen 2017 und 2019 durchgeführten Operationen waren oftmals vergebens, aber nicht umsonst. Über ein Dutzend Patienten, die seit den Operationen zum Teil stark entstellt sind, haben nicht nur Anspruch auf Schmerzensgeld, sondern auch einen Anspruch auf Rückzahlung des geleisteten Honorars geltend gemacht.

Nur weil viele Personen sich über Operationen optimieren, heißt das noch lange nicht, dass solche Operationen nicht gefährlich sind. Nur weil etwas selbstverständlich in Anspruch genommen wird, ist es deswegen nicht harmlos.

 

Ausgangspunkt ist: Jedes Öffnen des Körpers durch Überwindung der äußeren Schutzhülle birgt Gefahren für den Körper.

 

Jeder der eine Schönheitsoperation erwägt, sollte sich mindestens folgende vier Fragen stellen:

Ja, möglicherweise aber nur zum Teil. Es kommt auf den Einzelfall an.

Ästhetische Operationen, die medizinisch nicht notwendig sind (Brustvergrößerung, ästhetische Nasenkorrektur, Augenlidstraffung) muss der Betroffene in der Regel selbst bezahlen. Die Krankenkassen beteiligten sich hieran nicht. Kommt es aber später zu Komplikationen oder ist eine Folgeoperation erforderlich, springen die gesetzlichen Kassen meist ein. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn sich nach einer Brustvergrößerung durch eine Kapselfibrose das Gewebe verhärtet und eine Entzündung herausbildet.

Seine Patienten sehen nach den Operationen teilweise schwer entstellt aus. Bei einigen wird es auch nach Monaten kaum besser. In einem RTL-Interview spricht Dr. Voigt von einer Hetzkampagne gegen seine Person, von boshaften Menschen. Seine Praxis ist behördlicherseits kürzlich geschlossen worden. Aber auch danach weist der Münchner Arzt alle Schuld von sich.

Nach einer aktuellen Studie des Robert Koch-Institut infizieren sich in deutschen Krankenhäusern jährlich zwischen 400.000 bis 600.000 Personen. Dabei sind nicht nur Patienten betroffen, manchmal auch Personal und Besucher. Die Zahl der Todesfälle durch sogenannte nosokomiale Infektionen wird mit 10.000 bis 20.000 angegeben. Brancheninsider sprechen unter Berücksichtigung von Dunkelziffern über bis zu 30.000 Toten im Jahr. Man kann sagen, durch Infektionen wird jedes Jahr in Deutschland eine Kleinstadt dahingerafft.