Anfangs hat die BILD-Zeitung darüber berichtet, dann der SPIEGEL, zwischenzeitlich noch weitere Zeitungen: Bei der Rückrufaktion von VW und Audi für die Motoren des Typs EA 189 sollten die Beanstandungen der versteckten Abschalteinrichtungen beseitigt werden. Was anfangs noch ein Gerücht war, soll als Auffälligkeit zwischenzeitlich nachgewiesen worden sein. Nach exakt 1.120 Sekunden verhält sich die Abgasreinigung anders als zuvor. Das ist genau die Zeit, die ein gewöhnlicher Abgastest dauert. Ist in diese Fahrzeuge nun eine neue Schummelsoftware eingebaut worden?

 

Diese Frage haben wir der Volkswagen AG in einem Anschreiben kurz vor Jahresende gestellt. Unsere Mandantschaft ist der Rückrufaktion für ihren Audi Q5 TDI 2.0 entsprechend nachgekommen. Auf die recht klare Frage haben wir bislang noch keine Antwort erhalten. Volkswagen ließ mit Schreiben vom 16.01.2019 mitteilen:

Das Besondere an dem Urteil ist, dass das Landgericht die Softwaremanipulation auch als Betrug am Kunden gesehen hat und der VW-Fahrer auch nach Jahren noch den gesamten Kaufpreis zurück erhält, Zug um Zug gegen Rückgabe des Fahrzeuges. In den sonst entschiedenen Fällen nahmen die Gerichte einen Abzug für Nutzungsentschädigung vor, abhängig von den gefahrenen Kilometern. Aber selbst wenn, steht dem Anspruchsteller in der Regel auch ein Zinsanspruch zu, der gefahrenen Kilometer oftmals kompensiert. Egal, welche Lösung sich durchsetzt, diese Besitzer sollten jetzt handeln. Ansprechpartner in unserer Kanzlei sind die Herren Rechtsanwälte Oliver Hirt und Rafael Fischer, erreichbar unter 07531/5956-10 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Zumindest als lebend begraben kann man diejenigen Dieselfahrer bezeichnen, die sich (vorschnell) dem Musterfeststellungsverfahren angeschlossen haben. Entgegen der Bekanntmachungen von ADAC, Verbraucherschutzverbände und lauthals werbenden Anwaltskanzleien sind die Ansprüche von Millionen Dieselbesitzern Ende 2018 gerade nicht verjährt. Das räumen der ADAC, Verbraucherschutzverbände und die eben noch tätigen Bedenkenträgerkanzleien zwischenzeitlich selbst kleinlaut ein.

Eine Klage auf Rückabwicklung des Kaufvertrages von Dieselfahrzeugen gegen Volkswagen hat grundsätzlich hinreichende Erfolgsaussichten. Das hat das Oberlandesgericht Düsseldorf nun klargestellt (Beschluss vom 21.09.2017, Az.: I-4 U 87/17). Der Einwand, dass bei solchen Klagen keine hinreichenden Erfolgsaussichten bestünden, ist unzutreffend, zumal schon verschiedene Landgerichte einen Schadensersatzanspruch von Käufern von Dieselfahrzeugen gegen die Volkswagen AG wegen manipulierter Abgassoftware bejaht haben. Es ist auch nicht so, dass der Rechtsschutzversicherte warten muss, bis ein obergerichtliches Grundsatzurteil ergangen ist. Die Betroffenen können jetzt klagen.

Wir haben uns entschieden, eine kostenlose Ersteinschätzung durchzuführen bei Anfragen, ob Ihr Fahrzeug vom Dieselskandal (in Deutschland) betroffen ist und was in diesem Fall zu tun wäre. Um eine solche Einschätzung vornehmen zu können, benötigen wir von möglichen Betroffenen folgende Angaben:

 

1.  Vollständiger Name und Adresse

2. Was für ein Fahrzeug haben Sie erworben (Marke, Fahrzeugtyp, Motorvariante, Kennzeichen)?

3. Wann wurde das Fahrzeug erworben (Kauf- oder Leasing)?

4. Von wem haben Sie das Fahrzeug erworben (Name und Adresse des Verkäufers/Händlers)?

5. Wurden Sie bereits wegen eines Updates vom Hersteller angeschrieben?

6.  Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung im Zusammenhang mit dem Fahrzeug abgeschlossen? Wenn ja, seit wann? Es wird um Mitteilung der Versicherung und Versicherungsnummer gebeten.

 

Für die Einschätzung benötigen wir eine Kopie des Kauf- oder Leasingvertrages, des Fahrzeugscheins, aktuelle Kilometerangabe, Kopie der Rechtsschutzpolice (wenn vorhanden).