Diejenigen, die in den vergangenen Jahren in die World Style Media GmbH & Co. KG investiert haben, sollten überlegen, ob sie nicht zusätzlich den ehemals verantwortlichen Geschäftsführer Stefan Motzo mit in die Pflicht nehmen. Gegen ihn läuft bei der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität in München ein umfangreiches Ermittlungsverfahren wegen Verdacht des Kapitalanlagebetruges nach einer Strafanzeige für unsere Mandantschaft.

Gegen die World Style Media GmbH & Co. KG war im Mai 2018 beim Amtsgericht München ein Insolvenzantrag gestellt worden. Der Antrag beim Amtsgericht München in dem Verfahren 1542/ IN 55/18 ist zwar von dem dortigen Gläubiger zurückgenommen worden, das kann aber jederzeit wieder passieren.

Wir haben unseren Mandaten empfohlen, neben der World Style Media GmbH & Co. KG auch Herrn Stefan Motzo persönlich in die Pflicht zu nehmen.

Der Sozialhilfeempfänger Peter Jensen drehte im Jahr 2014 einem in der Schweiz wohnenden Landwirt das Softwareprogramm „Paula“ an, das angeblich in der Lage sein sollte, die Kursentwicklungen vorherzusehen. Für das von ihm selbst entwickelte Programm knöpfte Herr Jensen dem Schweizer Landwirt € 12.500,00 ab und weiteres Geld für eine Beteiligung an einer Briefkastenfirma in Panama, die ohne jedwede Geschäftstätigkeit war, Präsident Peter Jensen.

 

Wer als Anleger in S & K Sachwerte Nr. 2 oder S & K Real Estate Value Added investiert und in der Vergangenheit (vermeintliche) Gewinnausschüttungen erhalten hat, erhält dieser Tage wahrscheinlich eine Klage zugestellt von dem Insolvenzverwalter der S & K – Firmengruppe Achim Ahrendt. Viele Anleger beklagen, nun ein zweites Mal zur Kasse gebeten zu werden. Die Zahlungsklage des Insolvenzverwalters hat seinen Rechtsgrund darin, dass es sich bei den Auszahlungen um keine echten Gewinnausschüttungen handelt, sondern um verdeckte Einlagenrückzahlungen. Ein echter Gewinn durch Einnahmeüberschuss drückt sich im Bilanzgewinn aus.

Durch heutiges Urteil hat das Oberlandesgericht Karlsruhe den Schadenersatzanspruch gegen World Style Media GmbH & Co. KG wegen arglistiger Täuschung der Anleger in vollem Umfang bestätigt. Nur Herr Markus Bratschko konnte sich formal aus dem Verfahren schleichen, weil gegen ihn seit vergangenem Jahr ein Insolvenzverfahren anhängig ist. Wir haben daher für unsere Mandantschaft sämtliche Ansprüche, die sich gegen Herrn Bratschko richten, gleichzeitig zur Insolvenztabelle angemeldet. Angeblicher Insolvenzgrund bei Herrn Bratschko soll irgendetwas mit Nahrungsergänzungsmitteln gewesen sein. Ergänzend ermittelt zwischenzeitlich auch die Staatsanwaltschaft gegen Herrn Markus Bratschko, aber auch gegen Herrn Stefan Motzo. Beide Herren nehmen wir für zwischenzeitlich persönlich in Anspruch. Hauptgrund ist, dass deliktische Ansprüche nicht in einem Insolvenzverfahren untergehen können.

Der Konstanzer Währungshändler Peter J., über den wir kürzlich wegen seines angeblichen Wunderprogramms PAULA berichtet haben, hat auch Panama-Aktien verkauft. Herr J. gab sich dabei sehr weltmännisch als Generalbeauftragter einer international tätigen Foreign Exchange Trading Company mit Sitz in Panama und tat so, als sei die Gesellschaft erfolgreich am Markt tätig. Das einzige, was erfolgreich „klappert“, ist der Briefkasten der Briefkastenfirma. Jetzt wurde er wegen arglistiger Täuschung zur Rückzahlung verpflichtet. Für die wertlosen Papiere hat der Konstanzer eine feste Dividende von 15 % p.a. versprochen, ganz ohne Personal oder messbare Geschäftstätigkeit. Trotz gerichtlicher Aufforderung blieb der Konstanzer Geschäftsmann insoweit lieber stumm und wurde daher zur Rückzahlung des Betrages von € 20.000,00 verurteilt.