Die jüngsten Enthüllungen um Rainer Maria Woelki machen den Kardinal für die katholische Kirche untragbar. Jetzt könnte aber auch ein irdisches Gericht über den Aktionismus des Herrn Wölki urteilen. Die Versuche seinen Ruf zu retten hat dazu geführt, dass der nicht ehrwürdige Kardinal für dieses Ziel einfach Gelder der Kirche ausgegeben hat für Beratungsleistungen Dritter, und zwar in sechsstelliger Höhe. Das nährt den Verdacht der Untreue.

Früher waren alte weiße Männer die, die aus der Zeit gefallen sind und egozentrisch sich als das Maß aller Dinge betrachteten. Werden diese Männer jetzt von alten weisen Frauen abgelöst? Nach Patricia Schlesinger gerät nun auch die Technik-Direktorin des Bayerischen Rundfunks, Frau Professor Birgit Spanner-Ulmer in den Fokus sich begünstigender Schädlingswirtschaft auf Kosten der Allgemeinheit. Den 59 Jahre alten Spanner -Ulmer wird vorgehalten, dass sie sich 2 Chauffeure „hält“, falls einer krank ist oder Urlaub hat. Auf den Fahrdienst des Bayerischen Rundfunks will Spanner-Ulmer offensichtlich nicht zurückgreifen komme ebenso wenig will sie sich selbst an Steuer setzen, obwohl sie vermutlich einen Führerschein besitzt. Ihr werden sogar vom Bayerischen Rundfunk zwei Fahrzeuge zur Verfügung gestellt, neben dem Dienstfahrzeug auch noch einen Ford Mondeo Kombi, um privat Einkäufe tätigen zu können. Finanziert werden diese Eskapaden von den Rundfunkbeiträge der Bürger. Das Jahresgehalt beträgt Euro 266.000,00.

Der ehemalige BGH-Richter Thomas Fischer – mit dem ich nicht verwandt bin - scheint altersmilde geworden zu sein. In seiner jüngsten Spiegel-Kolumne „Gemach, verehrte Jagdgesellschaft“ legt er wert auf die Feststellung, dass noch nichts bewiesen sei und dass diejenigen, die sich über Schlesinger aufregen, zunächst einmal an die eigene Nase fassen sollten, bevor sie den ersten Stein werfen. Diese Relativierung ist vorliegend falsch. Niemand ist Rundfunkintendant und hat sich offensichtlich private Anlässe vom Sender bezahlen lassen, sich einen Geschäftswagen mit Massagesitzen gegönnt und Beraterverträge an ihr persönliches Umfeld vergeben und ihr eigenes Büro „getebarzt“ – und das mit den Geldern aus Rundfunkgebühren. Dass das den Volkszorn nach sich zieht, ist verständlich und richtig. Jede Relativierung wirkt dagegen fast heuchlerisch.

Die Vorwürfe gegen die ehemalige RBB-Intendantin sind vielfältig. In der Summe geht es um Millionenbeträge. Vorzuwerfen ist der 61 Jahre alten Schlesinger, dass sie die angerichteten Schäden unter Ausnutzung ihres Vorteils absichtlich herbeigeführt hat. Das fängt an bei einer privaten Verköstigung zuhause mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, welches Patricia Schlesinger als Geschäftsessen deklariert hat. Es geht um eine Lustreise nach London, es geht um Privatfahrten eines Geschäftsfahrzeuges, in den sich die „gestresste“ Intendantin Massagesitze hat einbauen lassen. Es geht um den Umbau ihres Büros i.H.v. 1,4 Millionen Euro zu einem Luxustrackt. Es geht um Beratungsaufträge an Personen im direkten Umfeld (darunter auch ihr Ehemann). Ihr droht nun die fristlose Kündigung.

Es wurde in den Medien rauf und runter berichtet: die ehemalige RBB-Intendantin Schlesinger hat so ziemlich alle Messlatten gerissen. Dabei ging es um fragwürdige Beraterverträge, Essenslieferungen nach Hause auf Kosten der Beitragszahler, ein millionenschwerer Büroausbau, ein Gehalt von über € 300.000,00 plus Boni, Bestellung eines Dienstwagens mit Massagesitzen, angebliche Aufträge an den Ehemann.

 
Dann kam, was unvermeidbar war, der Rücktritt, wenn Anfangs auch nur auf Raten. Geärgert haben sich alle über die „dumme Klappe“ mit der der Rücktritt einherging. Patricia Schlesinger hat sich nicht für ihre Fehler entschuldigt, vielmehr ihren Schritt damit begründet, dass die „persönlichen Anwürfe und die Formierungen gegen sie“ unerträglich geworden seien. Bei narzisstischen Personen ist ein solches Verhalten grundsätzlich nicht verwunderlich. Frau Schlesinger hat noch nicht begriffen, dass sie eine Kriminelle ist, vom Schaden her sogar eine „Großkriminelle“. Sie war keine Einbrecherin, die etwas hat mitgehen lassen, sondern sie hat sich ganz dreist die Beute ins Büro und nach Hause liefern und einbauen lassen.

 

Zu Recht und überfällig ermittelt derzeit die Staatsanwaltschaft wegen Untreue und Vorteilsannahme. Es geht um Gelder, die die Bürger in Deutschland direkt und zweckgebunden überwiesen haben. Im Rahmen von Ermittlungsverfahren kann auch die Abschöpfung von Wertersatz erfolgen, was hier unmittelbar geschehen sollte. Die Staatsanwaltschaft sollte den Wert der veruntreuten und fehlgeleitenden Gelder hochrechnen und dann bei Frau Schlesinger und zum Teil bei ihrem Mann eine Vermögensarrestierung vornehmen. Weiter sollten alle Vergütungszahlungen an Frau Schlesinger sofort eingestellt und eingefroren werden. Stattdessen sollten von den Verdächtigen die fehlgeleiteten Beträge förmlich und offiziell zurückgefordert und vorsorglich tituliert werden.

 

Da die Summen sehr hoch sind und das zweckentfremdende Abschöpfen von Rundfunkbeiträgen der Bürger ziemlich dreist sind und deswegen Frau Schlesinger letztlich eine Strafe von mehr als zwei Jahren zu erwarten hat, die nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden kann, wäre als weiterer Schritt angezeigt, Frau Schlesinger sofort in Untersuchungshaft zu nehmen. Gesetze für solche Fälle gibt es ausreichend geschaffen. Man muss sie nur konsequent anwenden. Es gibt in Deutschland augenblicklich niemanden, der dem Staatswesen und der Demokratie in Deutschland mehr schadet als diese Frau.