Weil er einen Priester befördert hat, der in den Jahren zuvor mit einer 16 oder 17 Jahre alten Prostutierten Sex gehabt hat, darf die BILD-Zeitung den beförderten Priester deswegen nicht „Missbrauchs-Priester“ bezeichnen, weil dies sachlich falsch sei, urteilte jetzt das Landgericht Köln.

 

Woelkie äußerte nach dem Rechtsmagazin LTO (Legal Tribute Online) sich „froh“ über diese Entscheidung des Gerichts. Denn durch die Falschberichtserstattung habe er sich in seinen Persönlichkeitsrechten, die auch dem Kardinal zustehen, so sehr verletzt gefühlt, dass er dagegen vorgehen musste, so Woelkie.

 

Wenn die BILD-Zeitung hiergegen nicht in Berufung geht, muss in der Tat dem Artikel vom „Missbrauchs-Priester“ zum „Sex-Priester“ oder „Puff-Priester“ umschreiben. Dann wird sich der Kardinal besser fühlen. Deutschland und die Katholiken fühlen sich ihrerseits besser, wenn der Skandal-Woelkie endlich abtritt. Der Kardinal hat in den letzten Jahren so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Er schadet der Kirche mehr als ein „Teufelsanbeter“.

 

[LG Köln, Urteil vom 18.05.2022, Az. 28 O 276/21 sowie zum „Woelkie-Skandal“ 28 O 279/21]